Vom Daddeln zum Programmieren
Anfangs war es die Begeisterung für das Spielen an sich, schließlich gab es Mitte der 80er schon faszinierende Spiele für die paar erschwinglichen Computer. Mein Bruder Fussel legte hier den Grundstein mit einem Schneider CPC 464, der seine Programme noch in stoischer Ruhe von Kassetten lud. Die Ruhe wurde lediglich beeinträchtigt vom Strom der Bytes, die in den - mit 64 KB gigantisch großen - Hauptspeicher geschaufelt wurden. Das machte mich neugierig.
Schon bald dachte ich mir: "Das kann ich auch!" Und machte mich an das Programmieren eigener Spiele, erst in BASIC, später in Assembler. Hier wurde der Grundstein für meine spätere berufliche Laufbahn gelegt.
Vom Hobby zum Beruf
Hin und wieder wird davon abgeraten, die Passion zur Profession zu erheben (oder zu degradieren?). Ich kann bis heute nicht sagen, ob mir diese Entscheidung zum Nachteil gereicht. Nach wie vor macht mir das Programmieren großen Spaß, und da es mich in die Welt des Internets und des Webdesigns verschlagen hat, ist mir die kreative Komponente, welche bei der Spieleprogrammierung grundlegend war, zu großen Teilen erhalten geblieben.
Content Management
Inzwischen hat das Webdesign neue Niveaus erreicht, über das Programmieren von reinem HTML sind wir ja schon lange hinaus. Seiten wurden "dynamischer", indem neue, so genannte "serverseitige" Sprachen wie Perl, ASP, JSP und PHP populär wurden. Mit der Steigerung von Servertechnik und -performance sowie dem gnadenlosen Verfall der Preise für das Webhosting etablierten sich dann Content Management Systeme (CMS) wie TYPO3, mit denen der geneigte Otto-Normal-Publizist auch ohne großen Aufwand seine Inhalte im Internet verbreiten kann. Dass die Installation und Konfiguration eines solchen CMS aber auch wieder Know-How erfordert, wird von vielen dabei leider zunächst übersehen.
Irgendwo in diesem Bereich - Webdesign, PHP-Programmierung, CMS-Installation und Konfiguration - liegt meine Profession, und irgendwie nach wie vor meine Passion.
